Donnerstag, 06. Februar 2014

Ab Februar lechzen die Zimmerpflanzen wieder nach Nährstoffen!

Hier blüht ein Usambaraveilchen in schönstem Rosa, dort eine Orchidee in Weiß… Und im kühleren Schlafzimmer präsentiert sich eine Azalee in voller, dunkelroter Blütenpracht. Die dunkelste Zeit im Jahr ist vorüber – im Februar kann man wieder damit beginnen, seine Zimmerpflanzen mit zusätzlichen Nährstoffen zu verwöhnen: Aber bitte nichts falsch machen! Sonst lassen die „pflanzlichen Mitbewohner“ schnell traurig ihre Köpfchen hängen.

Tipp 1: Neue gekaufte Pflanzen sind immer mit Dünger versehen und brauchen anfangs kein zusätzliches Doping. Es gibt auch Pflanzen, die sich grundsätzlich nichts aus Dünger machen und eher negativ reagieren: Fleischfressende Pflanzen (Karnivoren) wie Sonnentau nehmen kaum Dünger aus dem Boden auf – sie haben sich schließlich auf die Nahrungsaufnahme durch Insekten spezialisiert, weil sie auf nähstoffarmen Böden gedeihen. Man kann sie aber füttern…

Tipp 2: Nicht düngen, wenn die Erde bzw. das Substrat im Topf staubtrocken ist – die Nährstoffe können sich nicht richtig verteilen und reichern sich an einzelnen Stellen an. Besonders gefährlich ist das bei Azaleen. Nur zu schnell werden die verfilzten Wurzeln faul und schimmelig und der ganze Stock verkümmert zu einem oft unrettbaren Schatten seiner selbst.

Tipp 3: Manche Pflanzen wie Usambaraveilchen (Saintpaulia), Knollen- und Zwiebelgewächse hassen es, wenn ihre Blätter nass werden. Man gießt sie daher nur von unten (Untertasse). Das gilt auch fürs Düngen: Am besten, man stellt die Töpfe kurz in gedüngtes, nicht zu kaltes Wasser und lässt sie hinterher wieder gut abtropfen. So ist die gesamte Erde gut vollgesaugt und Staunässe findet ebenfalls nicht statt.

Tipp 4: Orchideen haben keine Freude mit herkömmlichem Pflanzendünger. Die Lösung? – Spezieller Orchideendünger, niedrig dosiert in einen Eimer mit Wasser geben und die Pflanzen vorsichtig darin wässern. Das entspricht am ehesten der Art, wie sie natürlich gedeihen (viel Feuchtigkeit, die aber immer sehr schnell und gut abrinnen kann). Auch spezielle Orchideen-Düngestäbchen neben den Luftwurzeln funktionieren gut, wenn sie beim täglichen Besprühen mit benetzt werden.

Tipp 5: Zu viel Dünger schadet – ebenso wie zu wenig – selbst robusten Zimmerpflanzen: Also besser weniger auf einmal, dafür alle ein bis zwei Wochen düngen.

Tipp 6: Einfach in der Handhabung und für die meisten Zierpflanzen und Blühpflanzen geeignet, sind Dünger in Form von Stäbchen oder Drops. Die sind aus natürlichen Rohstoffen und mit bodenlebenden Mikroorganismen versetzt und werden je nach Topfgröße dosiert. Dabei werden die Stäbchen direkt in die Pflanzerde nahe den Wurzeln gesteckt und wirken bis zu drei Monaten. Ein Fungizid oder ein Anti-Läuse-Mittel wirken zusätzlich zum Dünger und die Pflanzen sind wochenlang geschützt und gut versorgt.