Montag, 27. Oktober 2014

Allerorts werden wieder „Vogel-Restaurants“ eröffnet – aber bitte katzensicher“!

Sobald die Temperaturen fallen, beginnen die Singvögel, wieder großes Interesse an Futterstellen zu zeigen. Es ist also hoch an der Zeit, sich um die gefiederten Gesellen zu kümmern und ein Vogelhäuschen im Garten oder auf dem Balkon anzubringen. Leider kann man dabei ganz schön viel falsch und Meisen, Spatzen und Co damit große Probleme machen!

Vorab sei gesagt, dass es immer noch Verfechter der Ansicht gibt, man solle Wildvögel nur in langen Frostperioden und bei geschlossener Schneedecke füttern. Eine Ansicht, die durch viele Studien widerlegt ist – schließlich hat der Mensch die Natur so weit verändert, dass die Tiere vielerorts gar nicht mehr genug natürliches Futter finden KÖNNEN.
Für Vogel-Liebhaber ist es außerdem ein Genuss, das bunte Treiben im Garten zu beobachten und die Arten zu bestimmen…

Was aber muss man dabei beachten?

  • Wer den Sommer über keine eigene Vogelfutter-Mischung gezogen hat, muss auf gute Qualität und die richtige Mischung für die Flattergäste achten. Denn je nachdem, was und wie man füttert, kann man seine Besucher ganz gezielt einladen: Amseln, Drosseln und Rotkehlchen fressen gerne Weichfutter, also Haferflocken, Äpfel oder Rosinen – und das am liebsten von einer flachen Stelle aus. Die Finken mit ihren kräftigen Schnäbeln wie auch Kornbeißer, Gimpel und alle Arten von Spechten (z. B. Kleiber) lieben energiereiche Erdnüsse. Hanf und Sonnenblumenkörner dagegen sind bei fast allen Vögeln beliebt. Und: Alle Arten von Meisen und Spatzen mögen fettes Futter und können stundenlang an den Kugeln hängen.
  • Das Futter soll immer frisch sein und das Vogelhaus sauber, sonst werden die Gäste krank und können im nächsten Gartenjahr kein Ungeziefer vertilgen!
  • Das Vogelhaus muss vor Katzen und Krähenvögeln (Krähe, Elster…) geschützt sein. Natürlich kann man es nicht in drei Metern Höhe im dichten Baumgeäst aufhängen – schließlich muss man es ja füllen. Aber zu niedrig und zu offen angebracht, ist auch nicht gut.
  • Vögel können kein Glas sehen, sie stoßen mit ihren Köpfen dagegen und verletzen sich! Vogelhäuser mit großen Glasscheiben kommen dem Menschen zwar passend vor – schau, da können wir sie gut beim Essen beobachten! – wer aber einmal gesehen hat, wie die Tierchen verzweifelt versuchen, DURCH das Glas HINDURCH ans Futter zu gelangen und schließlich frustriert aufgeben, lernt: Kein oder nur ganz wenig Glas ist besser. Schließlich tut es auch ein offenes Restaurant, da sieht man auch hinein…