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Montag, 17. Februar 2014

Auf die Kübelpflanzen nicht vergessen: Austrocknungsgefahr!

Zypressen, Thujen und andere Koniferen, Rhododendren und Rosen – alle Kübelpflanzen halten einen Winterschlaf. Der Stoffwechsel ist verlangsamt. Die Pflanzen wachsen nicht und sparen ihre Kräfte für den Frühling und die nächste Blütezeit. In dieser Zeit werden sie natürlich nicht gedüngt – aber man darf nicht vergessen, ihnen hin und wieder einen Schluck zu trinken zu geben!

Oft hören sich Gespräche unter Gärtnerinnen und Gärtnern im Frühling so an: „Dieser Winter heuer war aber kalt! Mein Rosmarin ist erfroren. Er ist komplett braun geworden und dürr!“ – „Ja leider, mein Salbeibusch und mein Olivenbaum haben auch stark gelitten…“

Jetzt kann es bei der Olive natürlich schon sein, dass er tatsächlich abgefroren ist. Mehr als minus zehn Grad mag der robuste Baum nämlich nicht. Viel wahrscheinlicher ist jedoch, dass die Pflanzen einfach verdurstet sind!

Der Winter ist häufig nicht nur eine kalte, sondern auch eine trockene Jahreszeit. Wenn die Sonne scheint, geht vor allem bei immergrünen Pflanzen viel Feuchtigkeit über die Blätter verloren. Bekommen die Pflanzen in den Kübeln und Töpfen aber kein Wasser, vertrocknet der Wurzelballen und die Pflanze stirbt.

Das gilt auch für Gewürze, die draußen überwintern – also für Rosmarin, Salbei und Thymian zum Beispiel. In den Töpfen kann die Pflanze nicht wie in freier Natur Wurzeln tiefer in die Erde treiben, um selbstständig nach dem kühlen Nass zu suchen.

Die Erde feucht halten bedeutet aber nicht, Staunässe zu erzeugen – denn abfließen kann das Wasser in den Kübeln oft auch nicht. Am besten, man stellt die Pflanzen unters Dach und schützt sie so vor Regen und zu viel Nass – dann kann man die Feuchtigkeit der Erde optimal kontrollieren. Gegossen wird übrigens nur an frostfreien Tagen!

Aber: Womit soll man seine Pflanzen im Winter gießen? Wenn es nicht anders geht, ist lauwarmes Leitungswasser immer besser als gar nichts. Verträglicher ist es, wenn es ein paar Tage lang abgestanden oder abgekocht worden ist. Noch lieber haben Pflanzen allerdings Regenwasser – oder – auch aufgetauten (und leicht angewärmten) Schnee. Schmelzwasser eignet sich zum Gießen besonders gut, weil es weich ist. Schläfrige, ruhende Pflanzen freuen sich über die leicht verdauliche Kost.