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Dienstag, 07. Mai 2013

Balkonblumentipps gegen böses Erwachen: Was passt zusammen?

Spätestens im August hat sich das Wandelröschen eindeutig gegen die leicht schwächelnde weiße Stehpelargonie durchgesetzt, die schwarzäugige Susanne hat auch das Wandelröschen überwuchert, das blaue Männertreu kämpft mit ihren kleinen Blüten ums Gesehenwerden gegen alle anderen an und die Fuchsie fühlte sich auf dem ganztägig-sonnigen Platz noch nie wirklich wohl… Was passt wirklich zueinander?

Die Kriterien – abgesehen von der Blumenfarbe – sind vielfältig: Sagen wir, in eine Pflanzkiste passen fünf Pflanzen hinein. Da macht es Sinn, hängende und stehende Pflanzen nebeneinander abzuwechseln. So hat jede Pflanze genügend Platz, um sich auszubreiten. Insgesamt ergibt sich mit den Wochen des Anwachsens ein wunderschönes, volles Bild.

Und dann: Ob sonnig, Halbschatten oder eher nordseitig gelegen, werden die Pflanzen nach ihrer Sonnenverträglichkeit ausgesucht. Petunien mögen Sonne, sofern sie genug Wasser haben. Aber: Nicht jede Farbe ist gleich robust – die mit den blauen, großen Blüten sind dunkelroten in ihrer Blüh- und Wachsfreudigkeit aus Erfahrung meistens überlegen. Außerdem muss man Petunien ständig pflegen, indem man Abgeblühtes per Hand entfernt.

Dazu setzen wir die zauberhaft ihre Farbe wechselnden, ganz leicht hängenden Wandelröschen. Aber nur, wenn keine kleinen Kinder im Haushalt sind. Denn wie so viele Zierpflanzen sollte man auch das leicht giftige Wandelröschen keinesfalls in den Mund stecken!

Dann nehmen wir noch Palargonien und Aztekengold dazu  – und haben nun ein ganzes Farbenspektrum fertig: Orang (Wandelröschen), Blau (Petunie), Rot und Weiß (Pelargonie, stehend) und Gelb (Aztekengold). Letzteres ist wunderbar robust, hält Regen und Sonne gut aus, blüht üppig bis in den Herbst hinein und verträgt sich an sonnigen Standorten auch mit ihren Nachbarn recht gut.

Und für den Duft setzen wir hie und da eine Vanilleblume mitten hinein (und hoffen, dass sie niemals austrocknet oder zu viel Regen abbekommt. Denn so gut sie duftet, so empfindlich ist sie auch).

Die perfekte Bepflanzung für den Halbschatten stellen Fuchsien dar. Die mögen aber vor allem eines nicht: Staunässe. Nach tagelangem Regen oder falschem Gießen werfen sie schnell einmal alle Knospen ab und senken traurig ihr leicht angefaultes Köpfchen. VIEL wohler fühlt die Fuchsie sich unter einem (Vor-)Dach. Was übrigens auch für Pelargonien und viele andere Balkonpflanzen gilt.

Als Schattenschönheiten empfehlen sich Blattschmuckpflanzen wie Efeuarten und Farne.

Wichtig auch noch: Welche Pflanze will wie gedüngt werden? Eines ist klar – nach der ersten Wachstumsphase wollen alle ihre „Vitamine“, um kräftig auszutreiben und zu blühen. Da gilt: Besser öfter und nicht zu konzentriert düngen. Und sich genau erkundigen, ob z. B. Petunien nicht doch einen Zusatzstoff benötigen, um bis zum ersten Frost zu blühen.