Den Rasen vertikutieren: Was beachten?

Montag, 04. April 2016

Den Rasen vertikutieren: Was beachten?

Ist der Rasen der Nachbarn immer grüner und dichter? Vielleicht liegt das daran, dass Ihre Nachbarn den Rasen vertikutieren. Die Gräserwurzeln erhalten mehr Sauerstoff, der Rasen wird dichter und strapazierfähiger. Haben Sie noch nie vertikutiert? Kein Problem, in diesem Artikel erfahren Sie, wie es geht.

Wie weiß ich, ob mein Rasen vertikutiert werden muss?

Das kann leicht herausgefunden werden: Nehmen Sie eine Metallharke und ziehen Sie diese locker über die Grasnarbe. Bleiben Mährückstände oder Moos daran hängen? Dann ist es Zeit. Einen weiteren Hinweis gibt starker Unkrautwuchs.

Welche Rasenflächen sind besonders betroffen?

Besonders schwere und luftarme Lehmböden und schattige Rasenflächen sind anfällig für Rasenfilz. Für die beste Zersetzung von Mährückständen sind ein gut gelüfteter Boden, Wärme und gleichmäßige Wasserversorung notwendig.

Wann ist der beste Zeitpunkt?

Grundsätzlich kann ein gut gepflegter Rasen von April bis September vertikutiert werden. Zu beachten ist jedoch, dass es in den Sommermonaten oft nicht ideal ist. Nutzen Sie Ihren Rasen intensiv oder ist es sehr heiß, sollten Sie darauf verzichten. Der beste Zeitpunkt ist im Frühling, aber auch der Spätsommer eignet sich. Die Temperaturen sind dann noch nicht oder nicht mehr zu hoch und der Rasen wird weniger intensiv genutzt, was ihm die für die Regeneration nötige Ruhe verschafft.

Die richtige Vorbereitung

Um den Rasen optimal aufs Vertikutieren vorzubereiten, sollten Sie zwei Dinge berücksichtigen. Im Frühling orientieren Sie sich am besten an den Narzissen. Blühen diese, fängt auch der Rasen wieder zu wachsen an. Düngen Sie ihn nun. Die zusätzlichen Nährstoffe sind wichtig, damit er sich später schneller regeneriert. Mähen Sie den Rasen nach dem Düngen, sobald er wieder lang genug ist. Kurze Zeit später wird noch einmal gemäht. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt gekommen. Holen Sie den Vertikutierer und legen Sie los.
Durch die optimale Nährstoffversorgung der Gräser verschwindet die Grasnarbe wieder schnell.

Wie vertikutiere ich richtig?

  • Vertikutieren Sie nur Rasenflächen, die schon mindestens zwei Jahre alt sind (am besten drei). Bei jüngeren Rasenflächen sind die Gräser oft noch nicht fest verwurzelzt und werden herausgerissen.

  • Vertikutieren Sie nur kurzen Rasen (max. 4 cm, am besten sind 2 cm). Achten Sie darauf, dass der Rasen trocken ist.

  • Stellen Sie die Höhe der Messer richtig ein. Sie sollten die Grasnarbe maximal drei Millimeter tief einritzen.

  • Bewegen Sie das Gerät rasch über den Rasen. Schalten Sie das Gerät aus, wenn Sie stehenbleiben, sonst entstehen Schäden.

  • Einen gepflegten Rasen vertikutieren Sie einmal in einer Richtung. Haben Sie Ihren Rasen jedoch einige Jahre nicht behandelt, machen Sie zwei Durchgänge im Schachbrettmuster (also einmal in Längs- und dann in Querrichtung).

  • Kahle Stellen werden sofort mit frischen Samen repariert.

  • Ist es sehr trocken und warm, sollten Sie den Rasen danach wässern.

  • Bei schweren Böden können Sie auch eine Schicht Sand streuen; das verbessert den Lufthaushalt des Bodens.

  • Schonen Sie den Rasen nach dem Vertikutieren ein paar Wochen lang.