Donnerstag, 19. Juli 2012

Dickmaulrüsselkäfer

(Otiorhynchus sulcatus)

Jetzt Nematoden bestellen, wirksam die Larven bekämpfen und Rosen, Erdbeeren, Koniferen, Azaleen, Beerensträucher und vieles mehr … retten!

Was sind Nematoden?
Das sind mikroskopisch kleine, durchsichtige Fadenwürmer, völlig ungefährlich für Mensch und Tier, die mit dem Gießwasser in die von Dickmaulrüsselkäferlarven befallene Pflanzenerde gelangen. Dort fressen sie die Käferlarven auf (parasitieren sie) und sorgen dafür, dass es keine nächste Generation an Dickmaulrüsselkäfern (und damit auch keine nächste Generation an Larven!) mehr gibt. Das funktioniert im Gewächshaus genau wie im Freiland oder am Balkon.
Am besten setzt man Nematoden JETZT ein, denn
1. befinden sich die Larven des Dickmaulrüsselkäfers gerade in einem Fressstadium, richten also viel Schaden an den Pflanzenwurzeln an. Und
2. fühlen sich die Nematoden bei der aktuellen Bodentemperatur gerade besonders wohl und entwickeln einen großen Appetit.

Der Käfer
Der dunkelgrau bis schwarze Dickmaulrüsselkäfer (ca. 8 bis 13 mm lang) hat einen eindeutig rüsselförmig verlängerten Kopf, Rillen an der ovalen Körperoberseite, grobe Punkte am Halsschild und ist ein äußerst unangenehmer  Pflanzenschädling. Er befällt die Topf- und Balkonpfanzen auf der Wohnungsterrasse im dritten Stock genauso wie Nadel- und Laubhölzer oder Blütenpflanzen im Garten. Die schönsten Rhododendren fallen ihm ebenso zum Opfer wie Rosen, Erdbeeren, Alpenveilchen oder Eiben. Und er ist nicht oder nur sehr schwer los zu werden. Dabei legt ein Käfer bis zu 1000 Eier in der Erde ab… aus denen die gefürchteten Larven schlüpfen.

Seine Anwesenheit verrät der flugunfähige Käfer durch die typische Art, wie er die Blätter anfrisst – nämlich buchtenförmig. Den Blättern der befallenen Pflanzen fehlen rundherum halbmondförmige Teile. Da der Käfer selbst nachtaktiv ist, bemerken ihn Gärtnerin und Gärtner tagsüber nicht – da versteckt er sich unter Laub, Brettern, Pflanzentöpfen, Mulch oder in der Streuschicht. Nur in der Nacht kriecht er hervor und macht sich fresslustig an die Arbeit. Da er gut zu Fuß ist, verbreitet er sich schnell über ein größeres Gebiet und befällt sukzessive alles in seiner Nähe, was ihm schmeckt. Neben Blättern und Knospen knabbert er auch Rindenteile an, wodurch ganze Triebe verdorren können.
Der Käfer ist nur mechanisch zu bekämpfen – und zwar, indem man ihn in der Nacht unter Zuhilfenahme einer Taschenlampe absammelt.

Die Larven
Wesentlich unangenehmer als der Käfer selbst, sind seine aus den vielen Eiern geschlüpften Larven, denn die fressen die Wurzeln der Pflanzen an und ab bzw. Knollen aus. Gerade jetzt im Frühling sind diese Dickmaulrüsselkäfer-Larven besonders fresslustig, da sie nach dem Winter vor ihrer Verpuppung eine Fressphase einlegen. Die Schäden sind in ein paar Tagen bis Wochen unübersehbar, die Pflanzen verwelken und gehen zugrunde. Auch Nachpflanzungen haben keinen Sinn, solange die Ursache des Schadens im Boden nicht beseitigt ist.
Diese Larven sind zwischen 2 und 12 mm lang – weiß mit braunem Kopf und fußlos. Am besten, man gießt sie in den Abendstunden mit dem Nematoden-versetzten Gießwasser, wobei der Boden für einen optimalen Effekt gut feucht sein sollte.

Übrigens: Natürliche Fressfeinde des Dickmaulrüsselkäfers sind Igel und die Spitzmaus.