Montag, 14. Oktober 2013

Frühlingsblumenzwiebel kommen jetzt in die Erde, andere Knollen müssen raus!

Mit jeder frisch gesetzten Zwiebel wächst die Neugierde aufs kommende Frühjahr, wenn aus den jetzt sorgfältig in die Erde versenkten Knollen erste Triebe hervor brechen. Und jedes Anzeichen von Wachstum, gar jede Knospe mit Begeisterung im Garten willkommen geheißen wird. Mit diesen Tipps wird die erste Blüte ganz besonders schön – einige Blumenzwiebel müssen jetzt aber auch dringend AUS der Erde raus…!

Im Gegensatz zu den Frühlingszwiebelblumen vertragen viele Blumenknollen keinen Frost: Dazu gehören etwa Dahlien – die müssen müssen unbedingt vor dem ersten Frost trocken eingelagert werden. Dafür schneidet man die Stängel ab und säubert die Knollen. Auch Knollenbegonien, Indisches Blumenrohr, Freesien, Gladiolen oder die Jakobslilie müssen jetzt geborgen werden, sonst frieren und faulen sie in der Erde. Am besten, man überwintert sie – wie schon zu Urgroßmutters Zeiten – in Holzkisten, die mit Sand gefüllt sind. Oder man legt sie in den luftigen, kühlen Keller.

Aber zurück zu den Frühlingsblumen: Die meisten Arten entfalten ihre Wirkung erst in größeren Gruppen – Tulpen wirken ab fünf, Krokusse ab zehn Stück. Narzissen im Rasen werden am besten punktuell gepflanzt. So kann man die blühenden Inseln später mit dem Rasenmäher umfahren, bis die Blätter welk sind.

Um eine lange Blütezeit von Februar bis Mai/Juni zu erhalten, ordnet man Frühblüher wie Schneeglöckchen, Frühlingsknotenblumen, kleine blaue Traubenhyazinthen und Krokusse gemeinsam mit später sprießenden Frühlingsblumen an: Je nach Witterung gesellen sich im März bereits der Blaustern, die ersten bunt-duftenden Gartenhyazinthen, gelbe Narzissen und frühe Tulpen dazu.

Weiße Narzissen dagegen lassen sich frühestens im April blicken, langsam erhebt sich auch der Stängel der Kaiserkrone aus der kalten Erde, gefolgt von der (Zwerg-)Iris. Das wären dann so die Klassiker, aus denen wunderbare Farbkombinationen machbar sind: elegante Ton-in-Ton-Kombinationen, zurückhaltendes Weiß-Grün, liebliches Rosa-Weiß, buntes Gelb-Rot-Blau…


Solche Hingucker entstehen aber nur, wenn man darauf schaut, dass die Zwiebeln unversehrt sind und nicht zu lange gelagert werden – sie müssen so schnell als möglich in den Boden. Krokusse sind schnell gesetzt: Man muss nur schmale Löcher stechen und das Zwiebelchen hinein drücken. Das gilt auch für die Traubenhyazinthe. Für anspruchsvollere Arten wie Narzissen (Achtung, Wühlmaus-Lieblingsspeise!), Tulpen oder Hyazinthen kommt der Spaten zum Einsatz. Als Düngung kommen ein paar Hornspäne dazu – und voilà: Jetzt heißt es nur noch zu warten. Denn der nächste Frühling kommt bestimmt!