Mittwoch, 18. März 2015

Frühlingskur für den Rasen, damit er jeder Belastung gewachsen ist!

Die ersten Halme sprießen, die ersten Kinderfüße tollen bereits darüber hinweg. So ein Gebrauchsrasen muss viel aushalten. Die neuen Moospolster sind zwar hübsch und weich, aber viel zu wenig belastbar. Außerdem haben sich über den Winter kahle Stellen im Rasen eingeschlichen – eine unwiderstehliche Einladung an Unkräuter jeder Art, sich festzusetzen. Es gibt also viel zu tun!

Wie schaut das optimale Verwöhnprogramm für den Rasen nach dem Winter aus? – Die sechs Stichworte dazu lauten: Nachsäen, Vertikulieren, Aerifizieren, Besanden, Düngen und Mähen.

Säen: Die kahlen Stellen werden von Steinen und Pflanzenresten gesäubert und an der Oberfläche leicht geharkt. Die Rasensamen aufstreuen, einarbeiten und das Ganze festtreten. Mit ein wenig Dünger und fleißigem Gießen sprießen nach vier bis sechs Wochen frische Halme aus dem Nichts. Die Rasendecke hat sich geschlossen, Unkraut wie Löwenzahn, Wegerich oder Moos haben keine Chance, sich im Gebrauchsrasen festzusetzen und zu verbreiten (sie dürfen dafür im Gelände rundherum und in der Blumenwiese wachsen). Noch eine Variante, kahle Stellen wieder zum Wachsen zu bringen, sind Rasen Pads. 

Vertikulieren: Dafür braucht man ein eigenes Gerät, den Vertikulierer. Er schneidet ein paar Zentimeter der Rasenoberfläche auf und gibt dem Rasen dadurch die Chance, an mehr Luft zu kommen. Das Wasser kann leichter abfließen, Moose fühlen sich sofort weniger wohl und der Rasen wird trittfester. Und natürlich gilt auch hier: Düngen und Bewässern macht den Rasen stark, die Kinderfüße warten schon!

Aerifizieren: Dafür legt man sich eine Gartengabel mit hohlen Zinken zu. Damit sticht man möglichst oft in den Rasenboden hinein. Würde man eine normale Gabel verwenden, würde die Erde dabei nur zur Seite gedrängt und damit verdichtet. Die hohle Variante entfernt jedoch mit jedem Stich auch ein wenig Untergrund, sodass die Luft wieder ungehindert zu den Wurzeln kann. Der Unterschied zum Vertikulieren: Die Stiche gehen viel tiefer und reißen den Rasen auch nicht auf.

Sand streuen: Wo die Löcher durch Vertikulieren und Aerifizieren entstanden sind, kommt nun Quarzsand hinein. Die scharfen und witterungsbeständigen Körner dringen mit der Zeit tiefer in den Rasenuntergrund ein und sorgen für die perfekte Durchlüftung.

Mähen: Wenn die Verwöhnkur für den Rasen im Frühling abgeschlossen ist und das Grün sich mit rasantem neuem Wachstum bedankt, ist auch gleich der erste Rasenschnitt nötig. Mit dem regelmäßigen Mähen gibt man auch dem Unkraut keine Chance, Samen zu bilden und sich zu vermehren. Der Rasen ist stark, gleichmäßig und (fast) jeder Belastung gewachsen…