Dienstag, 10. Juni 2014

Hilfe, meine Rosen haben einen Pilz!

Die größten Feinde der Königin der Blumen heißen Mehltau, Rosenrost und Sternrusstau – die Pilze können den Rosen jetzt stark zusetzen. Im schlimmsten Fall verlieren die Sträucher alle Blätter und stehen nackt mit Ästen und wenigen Blüten da. Wie erkennt man den Feind und wie tritt man ihm entgegen?

Der „Echte Mehltau“ gibt sich mit weißen, mehlartigen Belägen an Blättern, Triebspitzen und Knospen zu erkennen, wobei sich die befallenen Blätter auch oft einrollen. Beim Befall durch Rosenrost bekommen die Blätter orange, mit einem rostähnlichen Braunton umrandete Flecken – schließlich verfärben sich die ganzen Blätter gelblich und fallen ab. Und der Sternrußtau – die aggressivste Pilzkrankheit bei Rosen – zeigt sich zunächst durch violettschwarze, sternförmige Flecken auf den Blättern. In der Folge verfärbt sich auch hier das Grün gelb und fällt ab.

Um den Feinden der Rose das Eindringen möglichst schwer zu machen, darf man z. B. die Blätter beim Gießen nicht nass machen – also immer nur die Erde gießen. Und das am besten am Morgen, nicht abends, raten die Experten. Pilze lieben nämlich nasse Blätter, um sich anzusiedeln. Je luftiger Rosen stehen, umso schneller können sie übrigens auch nach Regenfällen austrocknen.

Und: Man kann den Rosen eine starke Hilfe gegen Pilzbefall zur Seite stellen: Rosendünger! Selbst wenn das eine oder andere Blatt befallen sein sollte, hat die Pflanze damit mehr Kraft, frisch auszutreiben und sich gegen den Befall zur Wehr zu setzen. Außerdem gibt es Rosensorten, die robuster sind als andere… Das kann man zumindest bei einer Neupflanzung berücksichtigen – aber Achtung: Wo einmal eine Rose eingegangen ist, wird so schnell keine neue gedeihen – Rosen sind nämlich selbstunverträglich, was den Standort betrifft!

Außerdem helfen geeignete Sprays und Mittel der Rose, gesund zu bleiben bzw. einen Pilzangriff möglichst wenig beschädigt zu überstehen. Mittlerweile gibt es schon einige Präparate, die der Pflanze helfen, sich z. bei Sternrusstau, Rosenrost oder Mehltau selbst zu heilen und dabei auch noch bienenverträglich sind.

Die Mittel sprüht man zur Vorbeugung bzw. bei den ersten Anzeichen von Pilzbefall auf die Blatter, Unterseite inklusive. Das wiederholt man in ein paar Tagen – aber nicht, wenn die Sonne gerade heiß auf die Pflanzen strahlt oder offensichtlich Regen bevorsteht. Und ganz wichtig: Abgefallene Blätter müssen sofort und restlos von der Erde genommen und weggeworfen werden, damit sich der Pilz nicht zu Füßen der Rosen munter weiter vermehren kann.