Montag, 11. August 2014

Jetzt Gemüse für den Herbst pflanzen!

Teile des Salats sowie Erbsen und Bohnschoten sind abgeerntet und haben leere Stellen im Gemüsegarten hinterlassen. Zucchini, Tomaten / Paradeiser, Gurken, Paprika, Melanzani / Auberginen, Erdäpfel / Kartoffel, Stangenbohnen, Kräuter, Kürbis, Knoblauch, Zwiebel, Karotten, Brokkoli… wachsen und reifen noch vor sich hin, trotzdem beginnt man jetzt in der heißesten Zeit des Jahres bereits, an den Herbst zu denken. 

Um uns bis zum Frost mit frischem Grün für die Salatschüssel zu versorgen, beginnen wir, in die Lücken Chinakohl  zu säen (für den leicht bitteren, aber köstlichen Zuckerhut ist es eher schon zu spät): Sobald sie ihre Köpfchen aus der Erde stecken, sollte es nicht viel über 20 Grad Celsius haben, sonst „schießt“ der Chinakohl leicht auf. Auch Pac Koi, das immer mehr in die Mode kommende Gemüse aus Fernost, das an Mangold erinnert, will jetzt direkt in die fein vorbereitete Erde gesät werden – aber bitte so, dass es auch später genug Platz hat und nicht umgepflanzt werden muss. Ebenso wie bei Chinakohl verträgt das die Pfahlwurzel nämlich nur schlecht.

Dichter gesät wird dagegen der Feldsalat / Vogerlsalat: Am besten, man verwendet gleich ein Saatband, da sind die Abstände bereits fixiert. Je weiter die Jahreszeit fortschreitet, desto eher sollte man übrigens auf winterharte Feldsalat-Sorten zurückgreifen. Dann kann man an frostfreien Tagen auch im Winter frischen Salat ernten.

Noch ein Salat kann jetzt gepflanzt werden: Der Winterendiviensalat. Dazu gesellen sich nun (Winter-)Spinat und Radieschen – wer’s bunt möchte, verwendet gemischte Samen, die z. B. auch den weißen Eiszapfen-Rettich enthalten.

Nicht zu spät ist es jetzt übrigens auch für die Aussaat von Dill, Kerbel und Petersilie. Vor allem Petersilie keimt im Spätsommer viel besser als im Frühling. Der Boden ist jetzt noch erwärmt, sodass sich die Keimdauer von fünf Wochen auf zwei bis drei Wochen reduziert. Achtung allerdings: Petersilie darf nicht zweimal hintereinander auf demselben Platz gepflanzt werden, man sät sie frühestens nach drei bis vier Jahren wieder ins selbe Beet. Aber einen nahrhaften Boden und Halbschatten mag das Gewürzkraut immer.