Donnerstag, 07. Februar 2013

Lasst Blumen sprechen – wir sagen Ihnen, was es bedeutet!

Wer Blumen schenkt, übermittelt eine Botschaft über Strauß und Topf hinaus. Denn jede Blume hat eine ganz eigene Bedeutung ­ – auch die Farbe und die jeweilige Blumenmenge sprechen eine Sprache für sich… Hier eine Anleitung für gut informierte Rosenkavaliere und -kavalierinnen:

Die beliebteste Blume zum Valentinstag, dem Tag der Liebenden, ist natürlich die Rose. Die ROTE Rose. Sie spricht in erster Linie von Liebe, Romantik und Erotik. Kommt sie einzeln daher, sagt sie innig: „Ich liebe dich!“. Befindet sie sich in Gesellschaft von neun weiteren roten Rosen, ist der Strauß als liebevolles „Dankeschön!“ zu verstehen. Und mit 50 roten Rosen signalisiert sie bedingungslose Liebe. Je dunkler das Rot der Rosen dabei ist, desto mehr Zuneigung und Leidenschaft ist im Spiel…

Ganz anders dagegen die gelbe Rose, wenn sie an Geliebte geht: Sie deutet auf nachlassende Gefühle hin, sagt sogar: „Ich bin eifersüchtig!“ Im Frühlingsstrauß an Freunde verschenkt, erzählt die gelbe Rose jedoch von Lebensfreude und Sorglosigkeit und symbolisiert sonnige Energie und Wärme. Deshalb werden gelbe Blumen gerne zur Genesung überbracht. Besonders helle Gelbtöne stehen auch für Weisheit und Erkenntnis.

Tritt die Rose in elegantem Weiß auf, spricht sie die Sprache der Ehrlichkeit, Unschuld und Treue. Das ist ein Grund dafür, warum sie in vielen Brautsträußen zur Hochzeit vorzufinden ist. Aber Vorsicht: Besonders ältere Personen bringen weiße Blüten oft auch mit dem Tod in Verbindung (vor allem weiße Lilien und Callas gelten als Blumen des Todes, auch wenn sie noch so wunderbar duften!).

In zartem Rosa deutet die Rose sanfte Gefühle an, die sich im Laufe der Zeit weiterentwickeln können. Ein rosafarbener Rosenstrauß, oft noch in Knospenform, versprüht deshalb häufig eine romantische Atmosphäre, ohne dabei aufdringlich zu wirken – und wenn sich die Knospen öffnen…

In orangem Kleid wird die Rose selten unter Liebenden verschenkt, denn Orange bringt jugendlichen Schwung und Ausdauer, aber auch warmen Optimismus für Zweifelnde mit sich. Rosen in Blau (Geheimnis, Erholung, Frische, Freiheit), Violett (Würde, Individualität, unaufdringliche Herzlichkeit, Mystik), Grün (Hoffnung, Kraft, Lebendigkeit) sind seltene Raritäten. Braune Rosen kommen so gut wie nie vor – in Sträußen symbolisiert erdiges Braun aber Natürlichkeit und Sicherheit.  

Gängige Blumensprache abseits der Rose:

Schon im alten China und im antiken Persien gab es eine Blumensprache, ägyptische Hieroglyphen nahmen sich die Gestaltung von Pflanzen und Blüten zum Vorbild. Und überall da, wo Liebende ihre Zuneigung verbal nicht zum Ausdruck bringen konnten und können, wurden und werden Blumen zur Kommunikation eingesetzt: Man sagte es „durch die Blume“. Die Blumensprache wurde schnell so umfangreich, dass sie fast wie eine Fremdsprache erlernt werden musste… So kompliziert wollen wir es hier aber nicht machen:

Freesie: Unschuld, Zärtlichkeit, ganz im süßen Zauber zärtlichster Freude mit dir sein (aber Vorsicht, Freesien – aber auch viele Frühlingsblumen – duften sehr intensiv und sind in geschlossenen Räumen oft schwer erträglich!).

Gerbera: Im Gegensatz zur roten Rose „darf“ sie auch an die hilfsbereite Nachbarin oder an die Lieblingsoma verschenkt werden – sie steht für ein Kompliment und sagt: „Du machst alles viel schöner!"

Hyazinthe: Vertrauen, Wohlwollen, Zartheit, Romantik, Frühling.

Narzisse: Ihre Bedeutung ist etwas ambivalent – obwohl sie streng genommen als Symbol für Eigenliebe gilt (Narzissmus), sollte sie in keinem Frühlingsstrauß als Botin des Winterendes und der Wiederauferstehung des Sonnenlichts fehlen…

Krokus: Diese Blume transportiert keine außerordentliche Bedeutung, außer der des nahenden Frühlings. Aber Vorsicht: Auch keine Bedeutung kann eine Bedeutung haben… (z. B., wenn sich jemand rote Rosen erhofft hat!).

Lilie: Ist die Rose das Bild der Liebe, so ist die Lilie ein Ausdruck für Würde und selbstbewusste Unantastbarkeit. Eine weiße Lilie sagt: du bist himmlisch! Aber Vorsicht bei alten Menschen, die „himmlisch“ auch mit dem Tod in Verbindung bringen könnten.

Nelke: Seit die Nelke ihre dominierende Rolle in Teilen der Politik, aber auch als Begräbnisblume abgelegt hat, ist sie wieder salonreif geworden. Ihre Bedeutung liegt in  Freundschaft und kämpferischer Gemeinschaft. Tritt sie in Rot auf, signalisiert sie auch heiße Liebe.

Orchidee (als Schnittblume): Liebe, Leidenschaft, Verehrung, vielfältige Schönheit.

Schneeglöckchen: Hoffnung, Trost, zart, zärtlich, niedlich, Frühlingsbote.

Tulpe: Auch diese Blume hat eine widersprüchliche Bedeutung und bedeutet sowohl „Du bist zu keiner echten Empfindung fähig" als auch „In meiner Liebe zu dir fühle ich mich im siebenten Himmel!" In Rosa erzählt sie aber vor allem von Liebe, in Gelb von Glück, in Bunt von ausgelassenem Glück…

Veilchen: zärtlich, vertraut, innig, liebevoll.

Wollen Sie keine konkrete Aussage mit dem Blumengeschenk verbinden, dann mischen Sie Formen und Farben einfach. Aber gestalten sie den Strauß nicht zu üppig, sonst ist auch dies wieder mit einer Aussage verbunden… Viel Spaß am Valentinstag!