Tipps fürs richtige Kompostieren

Montag, 20. Juli 2015

Tipps fürs richtige Kompostieren

Vor ein paar Wochen haben wir uns im Ratgeber damit beschäftigt, wie man mit einfachen Mitteln einen Komposter baut. Was passiert aber, wenn man einen solchen hat? Was ist der optimale Standort dafür, was gehört in den Kompost und wie weiß man, ob der Kompost schon “reif” ist? Antworten auf diese Fragen gibt dieser Artikel.

Eigener Kompost hat viele Vorteile. Man verwertet biologisch abbaubare Dinge und erhält dafür den besten Dünger, den es gibt. Mit ein paar einfachen Tipps kann man sich die Produktion erleichtern.

 

Der optimale Standort

Für den idealen Standort muss man zwei Dinge berücksichtigen: die Nutzung eines Komposters sollte zugleich praktisch sein und nicht stören. Wie so oft ist der goldene Mittelweg gefragt.

 
  • Ein Komposthaufen ist nicht gerade eine Augenweide. Er sollte also an einem Platz aufgestellt werden, wo er nicht gleich auffällt.

  • Dabei  sollte der Komposter einen halbschattigen, windgeschützten Platz mit offenem Boden haben. Pralle Sonne würde die Geruchsbildung verstärken, auf dem falschen Boden (z.B. Zement) bildet sich Staunässe und es kommt zu Fäulnis.

  • Der Komposter sollte nicht zu weit vom Haus weg stehen, sonst müssen Küchenabfälle immer weit getragen werden. Er sollte aber auch nicht zu weit weg vom Garten sein, da der Kompost sonst wiederum zum Garten geschleppt werden muss.

  • Nehmen Sie auch Rücksicht auf Andere. Ein Komposter an der Grundstücksgrenze stört Sie selbst zwar nicht, vielleicht bekommen Sie dann aber Probleme mit den Nachbarn.

  • Ein befestigter Weg zum Komposter ist eine gute Idee. So bleiben die Schuhe sauber, egal welche Boden- oder Wetterverhältnisse gerade herrschen.

  • Verwenden Sie am besten immer zwei Komposter. Ist einer voll, muss der Kompost eine Zeit lang ruhen und kann nicht verwendet werden. Dann wird der zweite Komposter benutzt.

  • Halten Sie den Kompost immer feucht. Wenn er sich zu einer Kugel formen lässt, ohne auseinanderzufallen, ist die Feuchtigkeit perfekt. Vergessen Sie auch nicht, den Kompost regelmäßig umzuschichten.

 

Was in den Kompost gehört

Gleich vorneweg: Speisereste und Gartenabfälle sind zwar biologisch abbaubar, gehören aber nicht zwangsweise auf den Komposthaufen.

Essensreste und vor allem Fleisch verrotten oft nur schlecht. Dadurch wird Ungeziefer angezogen. Diese Dinge gehören also nicht unbedingt auf den Komposthaufen.

Die besten Nährstofflieferanten für guten Kompost sind Grünschnitt von Sträuchern, Bäumen und abgestorbenen Pflanzen.

 

Wann ist der Kompost bereit?

Ob Kompost reif und damit verwendbar ist, kann man mit einem einfachen Test herausfinden. Nehmen Sie etwas Kompost und pflanzen Sie darauf Kresse an. Nach ein paar Tagen kontrollieren sie, wie die Kresse aussieht. Ist sie gelb und kümmerlich, war der Kompost noch nicht reif. Ist die Kresse aber grün und kräftig, hat der Kompost hervorragende Qualität.