Von Raritäten mit interessanten Namen

Freitag, 08. Mai 2015

Von Raritäten mit interessanten Namen

“Da hängt Erdbeerspinat in meinem Eierbaum. Wer war das? Wenn ich den erwische, bearbeite ich ihm mit der Chinesischen Keule so lange die Inkapflaume, bis sie über den Erdmantel verteilt ist.” Was wie die Drohung eines verwirrten Kulinarikbanausen klingt, ist in Wirklichkeit eine Aufzählung von Gemüse- und Obstraritäten, bei denen sich ein Kennenlernen lohnt.

Es gibt unzählige Pflanzengattungen und -arten, unmöglich, alle zu kennen. Schade eigentlich, denn so viele davon sind essbar und bieten wahnsinnig wunderbare Geschmackserlebnisse, die es wert sind, wahrgenommen zu werden.

Deshalb bieten wir auf Pflanzenfee eine feine Auswahl an Obst- und Gemüseraritäten an, die den kulinarischen Rahmen jeder Küche erweitern.

Der Ährige Erdbeerspinat ist eine alte Gemüseart, die wahrscheinlich aus Südeuropa und dem Orient stammt. Die Blätter dieser Pflanze werden wie Spinat verwendet. Auch die zahlreich wachsenden, hellroten Früchte sind essbar. Interessant ist, dass weder Früchte noch Blätter des Erdbeerspinats nach Erdbeeren schmecken. Der deutsche Name kommt nämlich vom Aussehen der Früchte.

Eine der ausgefallensten Zier- und Zimmerpflanzen ist zweifelsohne der Eierbaum. Seine essbaren Früchte sehen im unreifen Zustand aus wie weiße Eier. Mit zunehmender Fruchtreife entwickeln sich daraus goldgelbe Früchte. Diese werden entweder geröstet, gebacken oder gebraten und sind ein äußerst delikates Gemüse in Verbindung mit Zitronensaft, Olivenöl, Knoblauch etc.

Hinter dem Namen Chinesische Keule versteckt sich eine Gemüseart aus der Familie der Korbblütler. Die bis zu fünf Zentimeter starken Stängel werden als spargelähnliches Gemüse genutzt. Dazu werden sie entblättert, geschält und gedünstet.

Die Inkapflaume stammt ursprünglich aus Südamerika, aus den Anden. In unseren Breiten wird diese Frucht nur in geringem Ausmaß kultiviert. Sie trägt auch die Namen Physalis oder Andenbeere. Die Inkapflaume wird gerne als Frischobst verspeist. Ihr Geschmack ist fruchtig süß mit gleichzeitig erfrischender Säure und sie lässt sich sehr gut mit anderen Obstsorten kombinieren.

Der Erdmantel ist eine krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 60 cm erreicht und aus dem Mittelmeergebiet stammt. Ihre Wurzeln bilden knollige Verdickungen von 1-2 cm Größe. Diese Knollen sind essbar. Sie schmecken angenehm nussig und werden roh, geröstet oder gemahlen genossen.

Mit diesen Raritäten im eigenen Garten steht einem bemerkenswerten und köstlichen Essen nichts mehr im Wege. Guten Appetit!