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Donnerstag, 07. Februar 2013

Warum schenken wir am Valentinstag Blumen?

In vielen Ländern gilt der 14. Februar als Tag der Liebenden und der Blumen. Allein in Österreich werden rund um den Valentinstag jährlich mehr als 20 Millionen Schnittblumen und 12 Millionen Topfpflanzen verschenkt – begeben Sie sich mit uns auf eine Spurensuche durch die Jahrtausende: Woher kommt dieser schöne Brauch?

Angeblich begingen schon die Römer am 14. Februar ein Fest namens „Lupercalia“, bei dem es üblich war, Juno, der Schutzgöttin der Ehe und der Familie (griechisch Hera), Blumen zu opfern. An diesem Tag wurden in einer Art Lotterie unverheiratete Mädchen und Burschen ausgelost, die ein Jahr zusammen bleiben sollten. Dabei fungierte Juno als Ratgeberin der Frauen und sorgte so für die richtige Partnerwahl – bei vielen hat es dann tatsächlich gefunkt und sie wurden ein lebenslanges Paar.

Auch im 14. Jahrhundert war es in England, Frankreich und Belgien unter jungen Adeligen Sitte, durch ein Los Valentin und Valentine zu bestimmen. Sie sollten sich gegenseitig beschenken und für ein Jahr miteinander verbunden sein. Noch heute werden in England teilweise Valentinspaare gebildet.

Englische Auswanderer nahmen den Valentinsbrauch mit nach Amerika. Durch US-Soldaten kam der Brauch dann nach dem Zweiten Weltkrieg auch nach Deutschland und Österreich.

Außerdem wird im zweiten Jahrhundert n. Chr. von einem Bischof namens Valentin berichtet, der trotz des Verbots von Kaiser Claudius heimlich Liebende traute und den frisch verheirateten Paaren dann Blumen aus seinem Garten schenkte. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach zwar unter einem guten Stern gestanden  – – Valentin wurde jedoch aus einem weniger erfreulichen Grund Namenspate des Blumentages: Der Kaiser ließ ihn an einem 14. Februar 269 enthaupten, weil er seinen Soldaten verboten hatte, zu heiraten… Damit – und weil er seinem Glauben nicht abschwören wollte – ging der Bischof von Terni in Mittelitalien übrigens auch als Märtyrer in die christliche Mythologie ein.

Und dann wird in allen Croniken noch etwas angeführt, das maßgeblich zur Popularität des 14. Februars beitrug: Ein 699-Zeilen-Gedicht unter dem Titel „Parliament of Fowls“ (Parlament der Vögel), das der englische Schriftsteller Geoffrey Chaucer gegen Ende des 14. Jahrhunderts verfasst haben dürfte. Anlässlich eines Valentinsfestes am Hof Richards II wurde es erstmals vorgetragen – es handelt davon, dass die Vögel sich rund um den 14. Februar um die Göttin Natur versammeln, damit jeder einen Partner findet…

Wenn wir heuer rund um den Valentinstag die Singvögel in den Gärten und Parks bereits zwitschern hören, stecken die gefiederten Freunde vermutlich gerade mitten in diesem Vorgang – und wir denken daran, dass wir einen lieben Menschen an diesem Tag beschenken wollen. Natürlich mit Blumen!