Rosen pflanzen – am besten im Herbst

Montag, 15. Oktober 2018

Rosen pflanzen – am besten im Herbst

Viele setzen ihre Rosen erst im Frühling, dabei tragen sie schneller schöne Blüten, wenn man sie im Herbst einpflanzt – und dabei alles richtig macht.

Rosen sind mit ihren wunderschönen Blüten einmalige Pflanzen und werden zu Recht als Königin der Blumen bezeichnet. Damit die Königin aber wirklich zeigt, was sie kann, sollten wir sie im Herbst einsetzen. Das hat mehrere Gründe:

Rosen bereiten sich im Herbst auf den Winter vor. Sie ziehen alle Nährstoffe, die sie für die Überwinterung benötigen, aus dem Boden und speichern sie. Sobald sie ihre Blätter verlieren, wird auf Ruhemodus umgeschaltet, denn nur in den Blättern wird Energie für Wachstum und Blühen produziert. Sind die Rosen im Ruhemodus, ist die Zeit optimal, sie zu verpflanzen. Sie haben alle Nährstoffe, die sie im Frühjahr brauchen, gespeichert und die feuchte Wintererde trocknet bis zum Frühjahr nicht mehr aus.

Außerdem kaufen viele Anbieter ihre Rosen schon jetzt und überwintern sie wurzelnackt in Kühlhäusern. Das heißt, dass wir im Herbst Rosen bekommen, die ganz frisch vom Feld stammen. Diese frischen Rosen haben eine bessere Qualität als die, die mehrere Monate lang gelagert wurden – logisch. Dazu kommt, dass im Herbst noch alle Sorten verfügbar sind und damit auch die eigene Lieblingssorte. Im Frühling kann es passieren, dass sie schon vergriffen ist.

Gepflanzt werden kann im Herbst übrigens immer, wenn der Boden nicht gefroren bzw. die Temperaturen nicht unter dem Gefrierpunkt liegen.

Tipps fürs richtige Einpflanzen

  • Vor dem Einpflanzen sollten die Rosen mindestens acht Stunden in einen Kübel mit Wasser gestellt werden (bis zu Veredelungsstelle), damit sie sich richtig vollsaugen können.
  • Dann schneidet man alle Triebe bis auf fünf Augen zurück. Bei wurzelnackten Pflanzen sollte man auch die Wurzeln etwas kürzen, dann wachsen sie besser an.
  • Eingepflanzt werden Rosen in 40 bis 50 cm tiefe, schön breite Löcher. Wichtig: pflanzen sie keine Rosen an Stellen, an denen in den letzten Jahren schon einmal Rosen gewachsen sind. Das führt zu Rosenmüdigkeit, was schlicht bedeutet, dass die neuen Pflanzen an Orten, wo vor kurzem schon Rosen standen, schlecht wachsen.
  • Nachdem die Rose im Loch ist, füllt man es mit spezieller Rosenerde auf und drückt sie um den Stamm fest. Die Veredelungsstelle sollte etwa fünf Zentimeter unter der Erde sein, damit sie vor Frost und Austrocknen geschützt ist. Wichtig: Verwenden Sie niemals Kompost bei der Rosenpflanzung. Dieser enthält viele Nährstoffe, die chemisch gesehen Nährsalze darstellen. Diese können der Rose Wasser entziehen, wodurch das Anwachsen gestört wird. Es kommt natürlich immer auf den Nährsalzgehalt des Komposts an, denn jeder ist anders. Trotzdem stellt eine Pflanzung mit Kompost immer ein Risiko dar, das vermeidbar ist.
  • Kräftig gießen nicht vergessen und zu guter Letzt anhäufeln. Das bedeutet, dass man die Rose mit normaler Erde etwa 15 cm hoch aufschüttet. Dann noch ein paar Fichtenzweige drauf und die Pflanze ist wunderbar vor Frost im Winter geschützt.