Montag, 04. August 2014

Sommerflieder – so blüht er bis zum Frost!

Der Sommerflieder (Buddleja davidii) wird auch Schmetterlingsstrauch genannt, weil ihn die bunten Geschöpfe mit Begeisterung umflattern und sich gerne an den weißen oder violetten, nektarreichen Blütenrispen gütlich tun. Nun ist aber leider die Zeit da, wo die ersten Blüten des prächtigen Gewächses braun und unansehnlich werden. Was tun?

Sommerflieder blüht immer am „neuen Holz“. Das heißt, wer seinen Strauch zwischen Spätwinter und Frühling zurückschneidet, wird mit vielen neuen Trieben und einer überwältigenden, großen Blütenfülle verwöhnt. Die maximale Blütengröße erzielt man, wenn man von jedem vorjährigen Trieb nur einen kurzen Stummel mit jeweils zwei Augen stehen lässt (und keine Sorge, er treibt WIRKLICH wieder voll aus).

Soweit die Vorbereitung der Blütenpracht – ansonsten braucht der Sommerflieder wenig Pflege. Der Standort sollte warm und sonnig sein, der Boden leicht, durchlässig und eventuell mit Kompost angereichert. Auf schweren, feuchten Böden gedeiht er weniger gut, obwohl er regelmäßige Feuchtigkeit braucht. Extradüngung ist nicht notwendig, auch Krankheiten und Schädlinge sind selten – eine unkomplizierte Pflanze mit wunderschönen Blüten also, die von Bienen, Schwebfliegen, Hummeln… geliebt wird (und außerdem fein duftet!).

Leider sind demnächst alle Blüten braun und beginnen, Samen zu bilden – der Strauch blüht also mitnichten bis in den Herbst hinein. Das bedeutet, wenn man weiterhin Schmetterlinge und Co genießen will, muss man versuchen, die braunen Rispen, welche das Bild stören, heraus zu schneiden. Dadurch können sich die existierenden Seitentriebe besser entwickeln, an denen sich sofort neue Blütenknospen entwickeln. Die sind dann zwar nicht mehr so groß, aber umso zahlreicher, da an jedem abgeschnittenen Ästchen links und rechts zwei neue Triebe zu blühen beginnen – und so weiter und so fort…

Klingt oft einfacher, als es ist! Es gibt schließlich Sommerflieder, die gut und gerne vier Meter hoch und mindestens ebenso breit werden – wie kommt man also an die abgeblühten Teile heran? Am besten, man verwendet ein teleskopisches Gerät, mit dem man um einiges weiter und höher kommt als mit klassischen Heckenscheren – wie die Accu-Teleskop-Heckenschere, die leicht und daher durchaus komfortabel handzuhaben ist.
Leider ist dieser gezielte Rückschnitt für Ungeübte oft anstrengend, da man ein paar Meter entfernt ganz genau zielen muss.

Unser Tipp: Schneiden Sie alle braunen Blütenteile, die Sie erreichen können weg, und lassen Sie die anderen einfach stehen. Dort, wo geschnitten wurde, werden neue Blüten nachkommen – wo nicht, eben nicht. Aber immer noch besser, als gar keine frischen Blüten – oder gar der schmerzhafte Absturz auf wackeligen Leitern mit Scheren in der Hand!