Freitag, 09. August 2013

Gesunde Gartenarbeit lässt die Kilos purzeln

Eine Stunde Rasenmähen – minus 350 Kcal. Eine Stunde Büsche trimmen, Unkraut jäten oder Stecklinge pflanzen – minus 290 Kcal. Selbst das Bewässern des Gartens schlägt sich pro Stunde mit minus 100 Kcal zu Gewichte und das Einsammeln der Gartengeräte verbraucht ca. 190 Kcal. Wer braucht da noch Sport – auch im Garten purzeln die Kilos!

Ein Garten macht Freude und Arbeit. Blühende Rosen, Selbstgeerntetes und ein schattiges Plätzchen unterm Kirschbaum machen den Garten zu einem Wohlfühlort – und dank dem vielen Schneiden, Hacken und Graben zu einem Fitnessstudio vor der eigenen Tür.

Wissenschaftler des University College London haben auch bewiesen, dass Gartenarbeit der Gesundheit zuträglich ist, ihr Resümee: Da in den industrialisierten Ländern die exzessive Benutzung von Sofa und Fernsehsessel der größte Feind unserer Gesundheit ist – und Gartenarbeit diesen Aufenthalt verkürzt – hat sie gesundheitsfördernde Wirkung. Passionierte Haus- und Gartenarbeiter haben daher ein um rund 30 Prozent geringeres Sterberisiko im Untersuchungszeitrum gezeigt, geben die Forscher an.

Bewegung schützt schließlich auch in gewissem Maße vor Diabetes, stabilisiert das Herz-Kreislauf-System, stärkt die Immunkräfte, beugt gegen Osteoporose vor (Tageslicht hilft, Vitamin D aufzubauen und das kommt den Knochen zugute) und lässt Muskeln wachsen.

Der Einsatz im Grünen und das kreative Gartenvergnügen an der frischen Luft schenkt aber auch Glück und Gelassenheit – und das wirkt sich wie ein Gesundheitselixier auf Körper und Seele aus:

  • Schon 20 Minuten Gartenarbeit wirken sich wie ein Miniurlaub aus, indem Stresshormone abgebaut werden und die Konzentrationsfähigkeit steigt. Angeblich geht sogar der Blutdruck mit der Zeit dauerhaft zurück, wenn man an fünf Tagen in der Woche eine halbe Stunde im Garten arbeitet.
  • Bereits leichte Gartenarbeit stimuliert die Psyche. Speziell die grüne Farbe der Pflanzen und die vielen bunten Blütentupfer, umschwärmt von Schmetterlingen, Bienen, Hummeln und Käfern, lässt die Glückshormone im Gehirn sprudeln.
  • Gartenarbeit nimmt einen außerdem ganz gefangen und lässt sämtliche Sorgen in den Hintergrund treten. Sinne werden angeregt, der Blick auf den gemähten Rasen oder das blühende Gemüsebeet schafft Befriedigung.

Wie zu jedem abwechslungsreichen Fitnessprogramm gehören aber auch zur Arbeit im Grünen die Pausen zwischendurch, um etwas zu trinken und zu genießen. Denn der Garten ist nicht nur ein selbstkreierter natürlicher Trimm-dich-Pfad, sondern vor allem ein schönes Fleckchen Erde. Dabei kann man selbst beim Pausieren noch etwas für die Gesundheit tun: Wer das frisch gepflückte Obst auch gleich vernascht, liefert seinem Körper Vitamine in Hülle und Fülle – und das garantiert „bio“.