Melonen selbst anbauen

Montag, 18. April 2016

Melonen selbst anbauen

Vielleicht klingt die Idee, Melonen selbst im Garten anzubauen, bizarr. Ist sie nicht, wenn Sie ein warmes Plätzchen haben. Was Sie sonst noch beachten müssen, erfahren Sie hier.

Über die Melone

Melonen stammen hauptsächlich aus tropischen Gebieten. Sie gehören zu den Kürbisgewächsen, wie z. B. auch Gurken und natürlich Kürbisse. Es gibt grob zwei Arten: Zucker- und Wassermelonen. Interessanterweise sind Zuckermelonen näher mit Gurken verwandt als mit Wassermelonen. Die Früchte, also die Melonen, gehören zu den Beeren.

Standortwahl

Der Vorteil von Melonen ist, dass sie einjährig angebaut werden. Das macht sie auch für die Aufzucht in Europa interessant. Der perfekte Standort hat vor allem ein Merkmahl: er ist warm. Melonen vertragen keine Temperaturen unter 12 Grad Celsius. Dafür bietet sich natürlich zunächst ein Gewächshaus an. Sollten Sie keines haben, können Melonen auch im Garten angepflanzt werden. Dafür brauchen Sie aber ein Plätzchen mit dem richtigen Mikroklima. Gibt es einen Ort in Ihrem Garten, an dem Sie immer ins Schwitzen kommen? Dann könnte er genau richtig sein. Melonen lieben Temperaturen zwischen 25 und 35 Grad. Verwenden Sie schwarze Beetfolie, diese speichert Wärme und hält sie Erde feucht.
Doch auch der Boden selbst spielt eine Rolle. Optimal sind lockere, wasserdurchlässige Böden, da Staunässe so nicht eintreten kann. Der Boden sollte gut gedüngt sein, denn dank der rießigen Früchte braucht die Pflanze viele Nährstoffe.

Wie auspflanzen?

Melonen werden in warmer Umgebung vorgezogen. Mitte April geben Sie die Samen 1-2 cm tief in die Anzuchttöpfe, in eine Mischung aus Garten- und Blumenerde, und decken Sie mit lichtdurchlässiger Folie ab. Gießen Sie sie mit lauwarmen Wasser und stellen Sie sie ins Gewächshaus oder aufs Fensterbrett über einen Heizkörper, um warme Temperaturen zu garantieren. Vermeiden Sie Staunässe, halten Sie die Samen aber feucht. Nach etwa zehn Tagen sehen Sie die Keimlinge. Ist der Boden draußen warm genug (20 Grad -> meist ab Anfang Juni), können Sie die Setzlinge vorsichtig umsetzen.
flanzen Sie die einzelnen Setzlinge mit einem Abstand von einem Meter. Die Wurzeln dürfen dabei nicht verletzt werden. Decken Sie sie dann mit schwarzer Folie ab und gießen Sie regelmäßig, am besten morgens.

Pflege

Optimal fürs Gießen ist Regenwasser, das jedoch nicht auf die Blätter gegossen werden sollte, sonst können Pilzerkrankungen entstehen. Gießen Sie mäßig.
Düngen Sie den Boden gut, bevor die Pflanzen eingesetzt werden. Dann reicht es, wenn kurz vor der Blüte und unmittelbar vor Fruchtbildung gedüngt wird. Dafür eignen sich Gemüsedünger.
Am besten lassen Sie die Pflanzen in die Breite wachsen. Kappen Sie dazu den Haupttrieb nach dem sechsten Pflanzenblatt. So verzweigt sich die Pflanze und bildet viele Blüten aus.
Haben Sie die Melonen im Gewächshaus, müssen Sie es oft offen lassen, damit Bienen und andere Insekten die Melonenblüten bestäuben können.
Im Sommer sollten die Pflanzen geschnitten werden. Entfernen Sie an jedem Zweig die Blätter so lange, bis nur noch ein paar oberhalb der Früchte übrig sind. Schneiden Sie auch dünne Seitentriebe auf ein paar Zentimeter Länge zurück.
Haben Sie die ersten Melonen im Garten, ist es wichtig diese vom Boden entfernt zu halten. Ansonsten werden sie schnell faul. Legen Sie die Früchte also auf Holz- oder Styroporplatten.

Ernte

Reif sind die Früchte, wenn die Blätter verwelken, Melonenduft den Garten erfüllt und die Melonen einen dumpfen, tiefen Ton von sich geben, wenn man mit den Knöcheln draufklopft.
Schneiden Sie die Früchte dann mit einem scharfen Messer von der Staude ab, lassen Sie aber immer den Stengel an der Frucht. Dadurch sind die Melonen länger haltbar.