Donnerstag, 18. April 2013

Hilfe, Ungezieferbefall im Winterquartier der Pflanzen!

Am Oleander kleben Schildläuse, die Kakteen und Sukkulenten leiden an Wollläusen, die Fuchsien sind mit kleinen weißen Fliegen verseucht, die Zitronenbaumblätter sind mit Spinnmilben verklebt… was schafft Abhilfe, damit die Pflanzen die zwei Monate bis zum Auswintern doch noch überstehen? Auf jeden Fall darf man nicht zu viel gießen, sonst wird man der Plagen niemals Herr!

Schildläuse – die Diagnose: Besonders Oleander, Olive, Zitrusbäume und sogar Palmen sind anfällig für die Schädlinge. Oft entdeckt man sie erst, weil man sich wundert, warum die Blätter plötzlich so klebrig sind –  Schildläuse scheiden nämlich einen zuckerhaltigen Saft aus. Und dann – die Erkenntnis: Blattunterseiten, aber auch die Äste und sogar der Stamm sind flächendeckend mit kleinen, braunen, ovalen Hügeln übersät. Darau kommen kleine weiße raupenähnliche Tiere, Die Pflanze leidet schwer unter dem massiven Saugangriff und wirft immer mehr Blätter ab.

Was tun? – Die zugegebenermaßen etwas aufwändige, aber effizienteste Methode ist das händische Entfernen. Man nimmt dazu eine Küchenrolle und beginnt systematisch, alles abzuwischen und zu zerstören. Das muss man aber wirklich genauestens machen, da das Ungeziefer in allen Ritzen und Verzweigungen steckt. Denn egal, was man draufsprüht, die Schilde der Läuse halten das meiste von den Tieren fern. Anschließend geht man nochmals mit einer Lösung aus 15g Schmierseife und 10 ml Brennspiritus in 1 Liter warmem Wasser über die Pflanze drüber – und schaut in den nächsten Tagen ganz genau nach, ob sich die Schildlauspopulation nicht zu erholen beginnt.

Wollläuse – eine hartnäckige Plage! Wenn kleine, weiße, wollige Teile auf einem Kaktus auftauchen, bedeutet das: Alarmstufe rot! Hier nutzt das händische Entfernen überhaupt nichts, da große Teile der Population in der Erde und bei den Wurzeln leben. Die Wollläuse verbreiten sich auch in Windeseile über die Nachbarpflanzen und können selbst sehr alte Kakteenkulturen gründlich von außen und von innen  heraus zerstören. Von selbst erholt sich keine Pflanze von einem derartigen Befall.

Was tun? – Pflanze aus dem Topf nehmen, die gesamte Erde sorgfältig von den Wurzeln waschen und neues Substrat einfüllen, kann helfen – muss aber nicht. Wollläuse sind heimtückisch. Am besten, man besorgt sich im Fachhandel Anti-Wolllaus-Stäbchen für die Erde und gibt die Pflanze in Quarantäne, damit sie nichts anstecken kann. Und dann bleibt nur die Hoffnung… Schafft es die Pflanze, bis zur Freiluftsaison durchzuhalten, kann sie sich im Sommer gern und gut wieder erholen, wenn man sie richtig düngt und weiterhin mit Wolllausstäbchen versorgt.

Weiße Fliegen – alles voll damit! – Das Unangenehme bei diesen Schädlingen ist: Sie können fliegen! Damit ist nichts vor ihnen sicher. Ein Weibchen kann bis zu 500 Eier legen. Nach etwa 4 Wochen sind die kleinen, gelblich grün gefärbten Larven ausgewachsen und ihrerseits fortpflanzungsfähig. Durch die von den Insekten abgesonderte Fructose, dem sogenannten Honigtau, bilden sich auf den befallenen Pflanzen oftmals auch Rußtaupilze. Man erkennt den Befall an den schwarzen Flecken auf den Blättern. Die Gefahr, dass die so schwer misshandelte Pflanze die befallenen Blätter abwirft und stirbt, ist groß.

Abhilfe? – Ist eine Fuchsie damit befallen, hilft eigentlich nur Ungeziefervernichtungsmittel, als Stäbchen oder als Spray (und Beten). Denn Weiße Fliegen lieben die Wärme, Fuchsien vertragen aber keinerlei Minusgrade. Man kann sie also nicht – wie kälteverträglichere Pflanzen – in eine leere Tiefkühltruhe bei minus ein Grad eine Nacht lang einschließen oder bei leichtem Frost ins Freie stellen. Da wäre mit der Weißen Fliege dann leider auch die Fuchsie gleich mit gestorben…

Spinnmilben – die Invasion: Die Tiere sind zwar so klein, dass man sie kaum sehen kann. Unübersehbar dagegen ist ihr Gespinst, das sie über die Pflanze legen: Sprüht man Wasser darauf, kann man sie besonders gut erkennen. Im Anfangsstadium wirkt ein von Spinnmilben befallenes Blatt zart gesprenkelt. Bereits stark geschädigte Blätter beginnen sich graubraun zu verfärben. Im Endstadium vertrocknet das Blatt vollständig und fällt ab – tut man nichts dagegen, ist die Pflanze in zwei Wochen ausgesaugt und tot.

Aber Spinnmilben hassen Feuchtigkeit! – Am besten, man duscht die Pflanze sofort warm ab und wickelt sie anschließend in Plastik ein (bei größeren Pflanzen nimmt man einen durchsichtigen Müllsack). So kann sich für einige Tage ein Mikroklima mit einer sehr hohen Luftfeuchtigkeit bilden und die Spinnmilben werden abgetötet. (Aufpassen muss man jedoch, dass sich während dieser Zeit kein Schimmel bildet…) Meist sind auch dann noch nicht alle Spinnmilben tot, sodass man auch hier auf Ungezieferspray zurückgreifen muss. Da die Spinnmilben sich aber auch urschnell daran gewöhnen und immun werden, muss man das Mittel nach spätestens 14 Tagen wechseln… 

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