Donnerstag, 28. August 2014

Bald letzter Aufruf zum Rasendüngen!

Ihr Rasen ist keine schöne, gleichmäßig grüne Fläche, sondern voller Flecken und „undichter“ Stellen? Eventuell ist ja ein Mangel an Mineralstoffen und Spurenelementen daran schuld… Da hilft Düngen, Düngen und wieder Düngen – vor allem jetzt, bevor der Herbst so richtig Einzug hält! Aber es müssen schon die richtigen Inhaltsstoffe sein, denn schließlich will der Rasen langsam auch winterfest werden…

Neben Wasser, Sauerstoff und Kohlendioxid benötigt ein Rasen grundsätzlich noch Mineralien wie Stickstoff, Phosphor, Kalium und Magnesium. Stickstoff fördert das Wachstum und die Regenerationsfähigkeit der Graspflanzen, Phosphor ist für den Stoffwechsel und das Wurzelwachstum wichtig, Kalium erhöht die Widerstandsfähigkeit des Rasens und Magnesium färbt ihn sattgrün.
Dazu kommen – in geringerem Ausmaß – Zink, Calcium, Schwefel, Kupfer und Eisen.

Gerade jetzt im Herbst steht auch bei Rasenflächen, die während des Sommers nicht extrem in Anspruch genommen worden sind, eine Düngung an – sie sollte bis spätestens Mitte Oktober abgeschlossen sein. Damit die Gräser auch richtig robust und stark für den Frost werden, brauchen sie jetzt vor allem eins – Kalium Winterfit! Dieser Nährstoff fördert die Festigkeit der Zellwände und erhöht die Salzkonzentration im Zellsaft der Pflanzenzellen. Damit senkt Kalium – ähnlich wie das Tausalz auf der Straße – den Gefrierpunkt des Zellsafts und reduziert die Frostschäden.

Die Düngung führt man am besten am Abend durch, wenn Regen für die Nacht vorher gesagt worden ist – so bleibt das Präparat nicht auf den Gräsern liegen, wenn die Sonne draufheizt (das macht Verbrennungen). Sollte der Niederschlag ausbleiben, muss mit dem Gartenschlauch nachgeholfen werden.
Normalen Dünger bringt man jetzt am besten keinen mehr aus, denn der hohe Stickstoffanteil fördert das Wachstum der Gräser und macht sie anfällig für Frostschäden.

Dabei ist darauf zu achten, dass der Dünger gleichmäßig – z. B. mittels eines Streuwagens – verteilt wird. Dabei darf aber nichts daneben fallen, sonst entstehen Verbrennungen im Rasen. Düngt man per Hand, streut man das Substrat am besten kreuzweise aus: Die eine Hälfte in Längsrichtung und die andere in Querrichtung dazu. Je genauer und gleichmäßiger die Rasendüngung durchgeführt wird, desto weniger verschieden grün gefärbte Flecken oder verbrannte Stellen hat man später im Rasen.

Was das Mähen betrifft, wird empfohlen, die Schnittlänge langsam höher zu stellen – geht der Rasen nämlich mit kahlen Stellen in den Winter, wandern Moose zu. Auch abgestorbene Blätter gehören entfernt, um Schimmelflecken vorzubeugen. Fünf Zentimeter Höhe ist das Minimum. Der Grund: Längere Blätter nutzen das spärliche Licht im Oktober und November dann besser aus und können sich so eher gegen Moos und Unkräuter behaupten.