Mittwoch, 11. Dezember 2013

Die Qual der Wahl: welcher Weihnachtsbaum soll’s heuer sein?

Oh Tannenbaum, oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter…! – In Österreich bzw. in der Schweiz werden zu Weihnachten je an die 2,4 Mio. Christbäume aufgestellt. In Deutschland sind es rund 29 Millionen. Einen schön geschmückten Baum zu Hause zu haben, hat eine über 100-jährige Tradition. Doch welcher Baum ist der beste?

Die Nordmanntanne (Abies nordmanniana) benötigt 12 bis 15 Jahre, um Zimmerhöhe zu erreichen. Daher ist sie einer der teuersten Bäume. Sie wird nur für Weihnachtszwecke gezüchtet und zeichnet sich vor allem durch ihren geraden Stamm und die hohe Nadelfestigkeit aus. Die Nordmanntanne hat weiche, glänzend-tiefgrüne, nicht piekende Nadeln (geeignet auch für Kleinkinder!) und eine gleichmäßige Wuchsform. Zudem versprüht sie einen unvergleichlichen Harz-Duft.

Ein weiterer Klassiker unter den Bäumen ist die Blaufichte (Picea pungens). Wie ihr Name schon sagt, schimmern ihre Nadeln leicht bläulich. Aufgrund ihrer starken, gleichmäßig-etagenförmig gewachsenen Äste ist sie besonders für schweren Baumschmuck und für echte Kerzen geeignet. Ihre Nadeln duften intensiv nach Wald. Der Nachteil: Die stark stechenden Nadeln.

Haltbarer ist die Edeltanne (Abies nobilis), aufgrund ihres langsamen Wachstums ist sie jedoch recht teuer und gilt als der „Rolls Royce“ unter den Christbäumen. Ihre weichen, blaugrünen Nadeln duften intensiv nach Orangen. Sticht man mit einer Nadel in die kleinen Beulen am Stamm (Harztaschen), lässt sich das Citrus-Aroma sogar noch verstärken. Die im Kreis rund um den Stamm angeordneten Zweige eignen sich gut für Schmuck und Kerzen, da sie sehr stabil sind. Außerdem ist der Baum recht lange haltbar.

Das ist die herkömmliche Fichte (Picea abies) leider nicht: Sie nadelt in warmen Räumen meist schon nach ein paar Tagen. Dafür ist sie der günstigste Weihnachtsbaum. Aufgrund ihrer kupferbraunen Rinde wird die Fichte auch häufig als Rotfichte bezeichnet. Beliebt ist sie dennoch – wegen ihres starken Aromas und des zierlichen, sich nach oben streckenden Wuchses.

Wer harzigen Duft und Zapfen als natürlichen Schmuck mag, greift zur Bergkiefer (Pinus mugo). Die Nadeln sind kräftig, lang und halten sich lange, wenn man den Stamm ins Wasser stellt. Und besonders praktisch und umweltfreundlich ist die Serbische Fichte (picea omorica), da sie meist im Topf oder Ballen verkauft wird. Nach Weihnachten kann sie in den Garten gepflanzt werden. Der Baum ist saftig grün, doch leider pieken die Nadeln. Und das ganz furchtbar stark.