Gartenboden vorbereiten für die neue Saison

Donnerstag, 16. März 2017

Gartenboden vorbereiten für die neue Saison

Die besten Lebensmittel kommen aus dem eigenen Garten. Damit die Ernte üppig ausfällt, muss aber der Boden vorbereitet werden. Lesen Sie hier mehr.

Die beste Lebensmittelqualität erhält man immer noch, wenn man ganz genau weiß, wo und wie die Lebensmittel gewachsen sind - folglich erhält man die beste Lebensmittelqualität aus dem eigenen Garten.

Momentan erlebt die Heimgärtnerei wieder einen Aufschwung: Hochbeete werden immer beliebter und urban gardening ist mittlerweile ein nicht mehr zu vernachlässigender Trend. Dazu kommt, dass immer mehr Eltern ihren Kindern zeigen wollen, wo unsere Nahrungsmittel herkommen, wie sie wachen, ... Auch erwähnt werden soll, dass ein eigener Gemüsegarten ein echtes Stück Lebensqualität ist. Die Arbeit darin beruhigt ungemein und die Ernte bringt befriedigende Gefühle und allerlei Köstlichkeiten mit sich.

Hier sind die wichtigsten Tipps für die Gartenvorbereitung:

Boden auflockern

Im März kommt die Gartensaison so richtig auf Touren. Jetzt gilt es, die richtigen Maßnahmen zu setzen. Zuerst muss der Boden vorbereitet werden. Das heißt, dass wir mit einem Grubber die Erde auflockern. Das belüftet und unterstützt Bodenlebewesen und Mikroorganismen bei der Entwicklung. Dadurch werden später mehr Nährstoffe für unsere Pflanzen freigesetzt. Außerdem wachsen Pflanzen in hartem Boden nur langsam, also schlecht, und die Gefahr für Staunässe ist hoch.

Hinweis: Der Grund dafür, dass der Garten im Frühjahr und nicht im Spätherbst vorbereitet werden soll, ist einfach. Die Bodenlebewesen werden im Herbst empfindlich gestört, wodurch sie oft nicht über den Winter kommen. Das ist vor allem der Fall, wenn der Garten umgestochen wird. Besser ist es, wenn wir im Herbst mit Gründüngung arbeiten. Das verbessert die Qualität des Bodens und reichert ihn mit Stickstoff an. Mikroorganismen lieben das.

Unkraut entfernen

Bei der Auflockerung können wir auch gleich etwaiges Unkraut entfernen. Das nimmt unseren Gemüsepflanzen sonst nur Nährstoffe und Wasser weg, wodurch der Ertrag sich verschlechtert.

Düngen

Nach dem Auflockern wird gedüngt - am besten mit einem organischen Dünger, also mit Kompost. Bei Kunstdünger nehmen die Pflanzen sehr viele gelöste Nährstoffe auf einmal auf. Das beschleunigt zwar das Wachstum, leider steigt damit aber die Anfälligkeit für Schädlinge und Krankheiten.

Oft haben Bodenlebewesen Probleme mit Kunstdünger. Dazu steigt auch die Umweltbelastung, weil überschüssige Nährstoffe ins Grundwasser gelangen.

Kompost oder andere Formen organischen Düngers werden von Mikroorganismen und Bodenlebewesen dagegen langsamer abgebaut als Kunstdünger. Es werden immer alle Nährstoffe verwertet, weil eine konstante Versorgung der Pflanzen gewährleistet ist und keine kurzfristige Überversorgung.

pH-Wert prüfen

Das Frühjahr ist auch ein guter Zeitpunkt, den pH-Wert des Bodens zu prüfen. Am besten ist ein neutraler Wert von 7. Liegt der Wert darunter oder darüber, schmälert das unseren Ertrag.

Unter einem Wert von 6,5 ist der Boden sauer. Eine Behandlung mit Kalk oder Basaltmehl kann helfen.

Über 7,5 ist der Boden alkalisch. Dann sollten wir Torf oder Granitmehl verwenden.

Am besten ziehen wir fachmännischen Rat hinzu, damit alles glatt geht.

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In diesem Sinne: Wir wünschen Ihnen eine schöne Gartensaison 2017 und üppige Ernte.