Gartengestaltung - Zeit für gute Planung

Mittwoch, 15. Februar 2017

Gartengestaltung - Zeit für gute Planung

Im Garten gibt es immer was zu tun. Manchmal sind auch größere Umgestaltungen angesagt. Hier erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, damit alles glatt geht.

Bei größeren Gartenprojekten ist man gut beraten, wenn zuerst ein Plan festgelegt wird. Ohne Plan kann es sonst später zu bösen Überraschungen kommen, weil man etwa auf ein kleines Detail vergessen hat, das jedoch für großen Ärger sorgt.

Schon beim Hausbau planen

Grundsätzlich sollte der Garten schon beim Hausbau mitgeplant werden. Wo soll z. B. ein Wasseranschluss sein, wo kommt der Strom her? Wissen Sie nicht, wo später einmal die Beete stehen sollen, können Sie auch die Anschlüsse nicht gut planen und seien wir ehrlich: Man ärgert sich einfach, wenn der Wasseranschluss so weit weg ist, das kein Schlauch reicht und man ständig mit der Gießkanne hin- und herrennen muss.

Phase 1: Bestandsaufnahme

Schauen Sie sich zuerst immer den Ist-Zustand an. Das gilt auch, wenn Sie schon einen Garten haben und nur eine Umgestaltung planen.

Wie viel Platz habe ich eigentlich? Messen Sie die zur Verfügung stehende Fläche ab.

Was will ich eigentlich alles im Garten haben? Beete, einen Pool, eine Sitzgelegenheit?

Bei einer Gartenumgestaltung müssen Sie nicht immer alles komplett neu planen. Sehen Sie sich einfach die verbesserungswürdigen Stellen an und überlegen Sie sich etwas. Sonst können Sie aber gleich vorgehen, wie bei der Neugestaltung.

Phase 2: Wunschliste erstellen

Jetzt, da wir wissen, was wir haben möchten, ist es Zeit mit dem Sammeln zu beginnen. Sie sehen in einer Zeitschrift etwas, dass Sie auch in Ihrem Garten haben möchten? Schneiden Sie es aus und sammeln Sie so Bilder, Listen etc - also alles, was ihnen gefällt.

Dann wird ausgesiebt. Was passt von der Größe her in meinen Garten? Will ich das wirklich haben/brauche ich das wirklich, oder gefällt es mir nur gut?

Am besten wählen Sie Ihre Favoriten und nummerieren nach Wichtigkeit durch. Zeichnen Sie die Dinge dann in dieser Reihenfolge auf Ihrem Plan ein.

Mit Ihren gesammelten Infos können Sie auch zum Gärtner gehen. Dieser weiß dank der Bilder und Listen auch ziemlich genau, was Sie haben möchten.

Phase 3: Pflanzenwahl

Jetzt wird es knifflig, denn es steht eine ganze Armee an unterschiedlichen Pflanzen bereit, aus denen Sie wählen können. Überlegen Sie schon vorher, was Sie haben möchten; sonst sehen Sie vor lauter Auswahl bald kein Land mehr.

Dann sind folgende Fragen wichtig:

Welche Farbe?

Will ich ein eigenes Farbkonzept? Schaden tut es nicht, denn ein zu bunter Garten kann auch irgendwie falsch aussehen. Es gibt Farben, die sich miteinander schlagen. Wählen Sie also immer solche, die harmonieren. Hier haben Sie vielfältige Möglichkeiten, von Komplementärfarben über Farbdreiklänge bis hin zu Kontrastfarben.

Haben die Pflanzen genug Licht?

Wie hoch darf die Bepflanzung werden?

Ein Punkt, der leider oft ein wenig unterschätzt wird. Wenn Sie aber eine Terrasse haben möchten, die Blickdicht ist, werden Pflanzen, die nicht höher als 40 Zentimeter werden, keine Hilfe sein.

Wie viel Arbeit will ich in den Garten stecken müssen?

Je nachdem, wie Ihre Vorlieben sind, können Sie sich einen Garten schaffen, der viel Arbeit erfordert, oder einen, der nicht alle paar Tage gehegt und gepflegt werden muss. Wichtig ist nur, das schon bei der Planung zu berücksichtigen.

Phase 4: Details

Schauen Sie sich in dieser Phase den Gartenplan noch einmal genau an. Passt wirklich alles oder könnte man noch etwas besser machen? Habe ich etwas übersehen? Wie fällt die Sonne ein? Passen die Pflanzen in diesen Teil des Gartens oder ist dort zu wenig Schatten? Diese und andere kritische Fragen helfen, teure Fehler zu vermeiden.

Tipp: Mut zur Lücke

Weniger ist oft mehr - das gilt auch für den Garten. Die besten Eindrücke erreicht man oft auch gerade deshalb, weil bewusst auf Dinge verzichtet wird. Also: Probieren Sie es aus. Mehr hinzufügen können Sie schließlich später immer noch.