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Mittwoch, 14. August 2013

Verbrannter Grasteppich Garten… was tun?

Der Urlaub ist zu Ende, man kommt nach Hause und sieht: Die Sonne hat diesen Sommer am Rasen ganze Arbeit geleistet und viele braune Stellen in die noch vor drei Wochen saftig grün leuchtende Grasdecke gezeichnet. Jetzt sieht der Stolz aller Gärtner eher aus wie ein staubiger Teppich aus trockenem, kurzem Stroh und hat komplett kahle Stellen. Damit das Grün im eigenen Garten wieder Spaß macht, heißt es jetzt: Düngen, Gießen, Vertikulieren und eventuell Nachsäen…

Rasendüngen ist eine Wissenschaft für sich, es gibt allerdings auch eigene Mittel zur Rasen-Regeneration (sofern die Wurzeln nicht zu 100 Prozent verbrannt sind!) Wichtig ist auf alle Fälle, die genauen Mengenangaben auf der Packung zu berücksichtigen und den Dünger möglichst gleichmäßig aufzubringen.

Damit der Dünger seine Wirkung auch entfalten kann, muss der Rasen nach dem Ausbringen des Mittels regelmäßig und sorgfältig gesprengt werden. Ein Rasensprenger ist in diesem Fall eine sinnvolle Anschaffung – er bringt das Wasser gleichmäßig auf und erspart viel Arbeit. Bewässert darf jedoch nur am Morgen und am Abend werden, wenn die Sonne schon weg ist – sonst verbrennen die restlichen grünen Halme auch noch!

Auch Vertikutieren hilft dem Rasen, sich zu erholen. Durch das Vertikutieren wird der Rasen von all dem abgestorbenen Material befreit – dies erlaubt Wasser, Dünger und Licht wieder an die Graswurzeln zu gelangen. Außerdem ist verbrannter Rasen abgestorbenes Material, das irreparabel geschädigt wurde – Vertikutieren ist also unerlässlich, um die gelben Grasfussel zu beseitigen. Dann kann das Wasser auch wieder richtig gut in den Boden bis an die Graswurzeln eindringen.

Falls all das immer noch nicht hilft, bleibt nur noch übrig, den abgestorbenen Rasen zu entfernen und neuen Rasensamen zu säen. Damit muss man aber noch ein wenig warten, bis die intensive Sonneneinstrahlung Geschichte ist.

Nach dem Säen wird die Saat mit einer Harke leicht verteilt, wobei sie größtenteils an der Oberfläche sichtbar bleiben muss, weil die Gräser zur Keimung Licht benötigen.
Je nach Art des Rasens dauert die Keimung unterschiedlich lange (10 bis 20 Tage). In dieser Zeit ist Betreten tabu – den einzigen Kontakt zu den Keimlingen hält die Rasensprengung, denn etwas Wasser braucht das neue Grün.
Ab einer Höhe von etwa 7 bis 10 Zentimetern wird das Gras dann wieder das erste Mal gemäht, wobei eine Schnitthöhe von etwa 5 Zentimetern nicht unterschritten werden soll.

Ist einem das alles zu viel Arbeit – und will man möglichst schnell wieder saftiges Grün im Garten – bleibt der Griff zum Rollrasen. Das heißt: Abtragen des alten Bestandes, gleichmäßige neue Erdunterlage schaffen und fertigen Rasen kaufen. Der wird in Streifen verlegt, mit einer Walze fest gedrückt und eine Woche lang nicht betreten! Dann ist es auch beim Rollrasen wieder Zeit zu mähen…